CORONA-KRISE (14) – LETHARGIE ODER SELBST-FÜRSORGE?

Wenn man genauer hinschaut, wie Menschen mit dieser Corona-Krise umgehen, dann kann man drei Gruppen unterscheiden. Es gibt sehr ängstliche Menschen, die sich durch die Angst vor dem Virus (vor dem Tod!) beherrschen lassen. Dann gibt es Menschen, die gegen die Einschränkungen protestieren und an Demonstrationen teilnehmen. Beide Gruppen sind aber nur ein kleiner Teil der Bevölkerung. Was ist mit der Mehrheit? Was beschäftigt den Durchschnitt? In einem Internet-blog wurde diese Gruppe als »Schafe« bezeichnet (Marcus Ludwig). Dieser Text war in kürzester Zeit einmal rund um die Welt! Schafe, die durch »Hirtenhunde« (Medien) zusammen gehalten werden. Menschen also, die manchmal murren, aber diese Einschränkungen doch akzeptieren. Wenn wir zu dieser Gruppe gehören, dann lassen wir uns vorschreiben, wie wir denken müssen – und merken es nicht einmal. Wir nehmen hin, dass in Zeitungen nur noch »politisch korrekte« Beiträge abgedruckt werden und dass kritische Journalisten ihren Job verlieren. Wir lassen also Dinge zu, die gegen Demokratie und Meinungsfreiheit gerichtet sind. Die Corona-Maßnahmen retten sicher Leben (von alten und chronisch kranken Menschen), aber ansonsten gehen sie auf Kosten des Lebens: der Freiheit, der Spontanität und der Lebensfreude.

VON LETHARGIE …

Leider sind die Corona-Maßnahmen negativ formuliert: Was wir alles nicht tun dürfen. Dies verstärkt unsere Angst. Und noch übersehen wir nicht, welche Folgen sich langfristig für die Bevölkerung ergeben werden: körperlich, psychisch und geistig. Oder welche Folgen es im Zusammenleben geben wird. Für das Familienleben, die sozialen Kontakte, die Zusammenarbeit in Organisationen und Betrieben und für die Wirtschaft als Ganzes. Sind wir also »Schafe«, die dies alles einfach geschehen lassen? Vielleicht. Vor allem, weil wir mit den Maßnahmen auch deren krankmachende Seiten hinnehmen. Mit Hilfe der Medien haben die Politiker (unsere »Hirten«?) ihre Strategie insgesamt auf Angst aufgebaut. Darum hören wir nichts darüber, was wir selbst tun könnten, um gesund zu bleiben. Dieses Defizit an Information erzeugt neben der Angst auch Ohnmacht – deshalb werden wir lethargisch. Es ist eine Strategie, die uns abhängig macht von medizinischer Technologie (Beatmung) und von der pharmazeutischen Industrie (Impfstoff). »Retter« von ohnmächtigen »Schafen«? Viel sinnvoller wäre es doch, uns beizubringen, wie wir gesund leben und gut für unser Immunsystem sorgen können.

… ZUR SELBST-FÜRSORGE

Wir bekommen keine Informationen, wie wir gesund bleiben können, während Politik und Medien zugleich unsere Ängste nähren. Angst und Stress sind jedoch die größten Feinde von Gesundheit und von Selbstheilung. Angst schränkt die Atmung ein und Stress sorgt für fast-food und gehetzt sein. Keine Zeit mehr für sich selbst und die Nächsten haben. Alles schlecht für die Gesundheit und für das Immunsystem. Angst hat einen sehr negativen Einfluss auf die Abwehrkräfte, dies ist in der Medizin bekannt. Warum dann trotzdem diese Angst-Strategie? Wo bleibt die Ermutigung zur Selbst-Fürsorge? Warum hören wir nichts über Selbstgenesung (Salutogenese)? Warum nicht? Genau hier liegt nämlich der Punkt, an dem wir selbst etwas tun könnten. Psyche, Geist und körperliche Abwehr arbeiten eng zusammen: unser Immunsystem ist ein »Teamspieler« (Schubert). Darum hat Sport einen positiven Einfluss auf unser Denken und haben Atemübungen eine entspannende Wirkung bei Stress. Darum ist Autogenes Training ein ausgezeichnetes Mittel gegen Magengeschwüre. Und tragen gesunde Ernährung und Bewegung zur Zufriedenheit bei. Darum sorgt ein ruhiges Gewissen für gesunden Schlaf. Was wir für unseren Körper tun, das tun wir auch für unsere Seele – und andersherum. Körper und Seele arbeiten zusammen, bei der Entstehung von Krankheiten, aber auch beim Gesundwerden und –bleiben. Darum wäre es gut, wenn wir uns selbst als ein Ganzes verstehen und die Verantwortung dafür übernehmen würden. Die offiziellen Corona-Maßnahmen sind durch Vater Staat vorgeschrieben: wir müssen! Gesundmachende, präventive Maßnahmen können wir selbst wählen, sozusagen als ein freiwilliges Müssen. Es gibt jedoch eine Bedingung: Wir müssen es »tun«. Echt – selbst – tun! Und genau das fällt uns so schwer. Also doch »Schafe«?


Vaalser Weekblad, 25 Sept. 2020

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